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Swiss QR-Bill v2.4: Was sich ab 13. November 2026 ändert

Am 13. November 2026 wird die Swiss QR-Bill v2.4 verbindlich. SIX hat die finalen Implementation Guidelines am 24. Februar 2026 veröffentlicht. Wir zeigen, was tatsächlich neu ist, und warum die meisten Schweizer Handwerker auf Code-Ebene nichts tun müssen.

Der Versions-Stand 2026

Die Swiss QR-Bill ist seit Oktober 2022 der einzige zulässige Schweizer Einzahlungsschein (eingeführt 2020, Ablösung der roten und orangen Einzahlungsscheine per 30. September 2022). SIX als Standard-Verwalter verabschiedet die Implementation Guidelines, die die Datenstrukturen, Layout-Vorgaben und Validierungs-Regeln festlegen. Aktueller Stand:

  • v2.2 bis 21. November 2025
  • v2.3 verbindlich seit 21. November 2025 (strukturierte Adresse Typ S Pflicht, erweiterter Zeichensatz)
  • v2.4 verbindlich ab 13. November 2026 (Implementation Guidelines publiziert am 24. Februar 2026)

SIX sieht eine Übergangsfrist vor, in der beide Versionen parallel akzeptiert werden.

Die wichtigste Nachricht: für CHF ändert sich technisch nichts

Die offizielle Change Documentation von SIX hält explizit fest, dass v2.4 für die Fakturierung in Schweizer Franken keine technischen Anpassungen mit sich bringt. Wer heute eine v2.3-konforme QR-Rechnung in CHF erstellt – mit strukturierter Adresse Typ S, korrekter QR-IBAN-Wahl, korrekter Referenz und gültigem Zeichensatz – ist am 13. November 2026 automatisch v2.4-konform. Es gibt kein neues Pflichtfeld, keine neue Layout-Vorgabe und keine geänderte QR-Code-Struktur für CHF.

Was sich tatsächlich ändert

1. Restriktion bei EUR-Rechnungen

Wer eine Swiss QR-Bill in Euro ausstellt, darf ab v2.4 nur noch zwei Kombinationen verwenden: IBAN mit SCOR-Referenz, oder IBAN mit unstrukturierter Mitteilung. Andere Kombinationen aus v2.3 (etwa QR-IBAN mit QR-Referenz in EUR) entfallen. Für die Mehrheit der Schweizer Handwerker, die in CHF fakturieren, ist diese Anpassung nicht relevant. Wer EUR-Rechnungen ausstellt – etwa für deutsche oder österreichische Kunden – sollte mit dem Software-Anbieter klären, dass die Validierung ab 13.11.2026 entsprechend greift.

2. Rätoromanische Überschriften

Bereits seit 1. Januar 2026 gelten Ergänzungen zu den Überschriften in Rumantsch in den Kapiteln 3.2, 4.4 und Annex C der Implementation Guidelines. Das ist eine sprachliche Vervollständigung, die das Format gegenüber v2.3 nicht in der Datenstruktur ändert.

3. Versions-Kennzeichnung

Software-Anbieter sollten ab 13. November 2026 ihre Ausgangs-Rechnungen als v2.4 kennzeichnen, damit Empfänger und Banken sehen, dass die aktuelle Spezifikation berücksichtigt ist. Bei Banken-eigenen Avis und Auszügen kann sonst der Hinweis erscheinen, dass eine ältere Version verwendet wurde – formal kein Fehler, aber kosmetisch unsauber.

Was Handwerker tun müssen (und was nicht)

Wer mit moderner Cloud-Software arbeitet und in CHF fakturiert, muss auf der Anwender-Seite nichts tun. Der Anbieter rollt die Versions-Kennzeichnung mit einem Routine-Update aus, idealerweise einige Wochen vor dem Stichtag. Balio ist ab dem 13. November 2026 v2.4-ready – ohne dass du etwas tun musst.

Wer mit Excel-Vorlagen plus Drittanbieter-QR-Generator arbeitet, sollte den Wechsel auf eine professionelle Lösung jetzt prüfen. Drittanbieter-Generatoren werden nicht immer rechtzeitig auf v2.4 nachgezogen, und das saubere Versions-Tag fehlt häufig. Inhaltlich erstellst du zwar weiterhin eine gültige Rechnung – aber im Daten-Header steht möglicherweise weiter v2.3, was im Avis stören kann.

Wer in EUR fakturiert: aktiv beim Anbieter nachfragen, ob die Validierung ab 13.11.2026 nur noch IBAN+SCOR und IBAN+unstrukturierte Mitteilung zulässt – das ist die einzige Stelle, an der v2.4 echte technische Konsequenzen hat.

Weiterführend

Detail-Artikel zur Adress-Struktur: QR-Rechnung mit strukturierter Adresse Typ S. Glossar-Eintrag: Swiss QR-Bill.

Häufige Fragen

  • Was ändert sich mit Swiss QR-Bill v2.4 für CHF-Rechnungen?

    Auf der technischen Ebene nichts. Die offizielle Change Documentation von SIX hält fest, dass v2.4 für die Fakturierung in Schweizer Franken keine technischen Anpassungen mit sich bringt. Wer heute eine v2.3-konforme QR-Rechnung in CHF erstellt, ist am 13. November 2026 automatisch v2.4-konform.

  • Was ist bei EUR-Rechnungen anders?

    Bei Rechnungen in Euro lässt v2.4 nur noch zwei Kombinationen zu: IBAN mit SCOR-Referenz, oder IBAN mit unstrukturierter Mitteilung. Andere Kombinationen aus v2.3 entfallen. Wer in EUR fakturiert, muss seine Software entsprechend anpassen oder sich beim Anbieter rückversichern.

  • Was passiert nach dem 13. November 2026, wenn ich noch v2.3-Rechnungen schicke?

    SIX sieht eine Übergangsfrist vor, in der v2.3 parallel akzeptiert wird. Banken verarbeiten v2.3-konforme QR-Rechnungen weiterhin. Da sich für CHF technisch nichts ändert, sind die meisten v2.3-Rechnungen ohnehin formal v2.4-konform.

  • Was ist die strukturierte Adresse Typ S?

    Typ S (Strukturiert) ist die seit v2.3 obligatorische Adress-Struktur, bei der Strasse, Hausnummer, PLZ und Ort als getrennte Felder erfasst werden. Sie ersetzt den Typ K (Kombiniert), bei dem die Adresse als zwei freie Textzeilen gespeichert wurde. Seit 21. November 2025 ist Typ K nicht mehr zulässig: Banken weisen Typ-K-QR-Rechnungen zunehmend zurück. v2.4 ändert daran nichts.

  • Muss ich eine neue QR-IBAN bei der Bank beantragen?

    Nein. Bestehende QR-IBANs bleiben unverändert gültig. v2.4 betrifft die Format-Spezifikation der QR-Rechnung, nicht die IBAN-Vergabe.

  • Was muss ich als Schweizer Handwerker konkret tun?

    Wenn du in CHF fakturierst und eine moderne Cloud-Software wie Balio nutzt: nichts. Der Anbieter aktualisiert die Versions-Kennzeichnung zum Stichtag, ohne dass sich an den Daten oder am Layout etwas ändert. Wenn du in EUR fakturierst: bei der Software prüfen, ob ab 13.11.2026 nur noch IBAN+SCOR oder IBAN+unstrukturierte Mitteilung verwendet werden. Wenn du Excel mit Drittanbieter-QR-Generator nutzt: jetzt auf eine professionelle Lösung wechseln, weil Drittanbieter-Generatoren häufig keine saubere v2.4-Kennzeichnung liefern.

  • Wer hat die QR-Bill-Spezifikation aktualisiert?

    SIX (Swiss Infrastructure for Financial Markets) ist für die Implementation Guidelines verantwortlich. Die finale v2.4-Fassung wurde am 24. Februar 2026 veröffentlicht und tritt mit der SIC-Release am 13. November 2026 in Kraft.

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