Von der Offerte bis zur Rechnung: Der komplette Workflow in 4 Schritten.
Offerte schreiben, Auftrag bestätigen, Arbeit rapportieren, Rechnung stellen. Vier Schritte, die in vielen Betrieben vier verschiedene Systeme brauchen. Es geht auch anders.
Offerte schreiben, Auftrag bestätigen, Arbeit rapportieren, Rechnung stellen. Vier Schritte, die in vielen Betrieben vier verschiedene Systeme brauchen. Es geht auch anders.
Der Ablauf Offerte bis Rechnung ist das Kerngeschäft jedes Handwerksbetriebs. Und gleichzeitig die grösste Quelle für Büroarbeit, Fehler und verlorene Zeit. In diesem Artikel zeigen wir, wie der typische Ablauf aussieht, wo die Bruchstellen liegen und wie ein durchgängiger digitaler Workflow das in vier Schritten löst.
In vielen Schweizer Handwerksbetrieben mit 5-20 Mitarbeitern sieht der Alltag so aus:
Das sind fünf verschiedene Medienbrüche. Jeder Bruch kostet Zeit und produziert Fehler. Positionen, die in der Offerte stehen, aber nicht auf der Rechnung landen. Stunden, die rapportiert aber nicht fakturiert werden. Kunden, die doppelt gemahnt werden, weil die Zahlung manuell nicht zugeordnet wurde.
In einem durchgängigen System erstellst du die Offerte dort, wo später auch die Rechnung entsteht. Kunde auswählen (oder aus dem Handelsregister per Zefix-Suche übernehmen), Positionen eingeben, Preise setzen, fertig. Die PDF wird automatisch generiert, sauber formatiert, mit QR-Code für die spätere Rechnung vorbereitet.
Der Zeitaufwand: 5-10 Minuten für eine Standard-Offerte. Bei wiederkehrenden Arbeiten (Wartungsverträge, Boiler-Service) unter 3 Minuten, weil Positionen aus früheren Aufträgen übernommen werden.
Der Kunde nimmt die Offerte an. Im Kundenportal kann er das mit einem Klick tun. Der Status wechselt automatisch von «Offerte offen» zu «Auftrag bestätigt». Keine manuelle Umschreibung, keine separate Auftragsbestätigung. Die Offertpositionen werden zu Auftragspositionen, und der Auftrag ist bereit für die Disposition.
Optional: Du planst den Auftrag direkt im Kalender ein und weist ihn einem Monteur zu. Der sieht den Auftrag auf seinem Handy mit allen relevanten Infos: Kundenadresse, Offertpositionen, besondere Hinweise.
Der Monteur öffnet den zugewiesenen Auftrag auf dem Handy. Er rapportiert seine Arbeit per Spracheingabe oder manueller Eingabe: Zeiten, erledigte Positionen, verwendetes Material, Besonderheiten. Die Daten fliessen direkt in den Auftrag zurück.
Das Entscheidende: Die Rapportdaten sind direkt mit der Offerte verknüpft. Wenn du in der Offerte «Montage Verteiler, 4 Stunden» geschrieben hast und der Monteur rapportiert 5 Stunden, siehst du die Differenz sofort. Keine manuelle Auswertung, kein Abgleich zwischen Papierzettel und Excel.
Wenn der Auftrag abgeschlossen ist, erstellst du die Rechnung mit einem Klick. Das System übernimmt die fakturierbaren Positionen aus Offerte und Rapporten. Warst du schneller als offeriert? Der Kunde freut sich. Hat es länger gedauert? Du siehst es sofort und kannst entscheiden, ob du die Mehrzeit verrechnen willst oder nicht.
Die Rechnung wird als PDF generiert, inklusive korrektem QR-Zahlteil mit strukturierter Referenz. Versand per E-Mail oder Post. Und wenn der Kunde bezahlt, wird die Zahlung automatisch zugeordnet (per camt.054 von der Bank). Kein manuelles Abhaken mehr.
Wir haben bei sechs Schweizer Handwerksbetrieben (HLKS, Elektro, Maler) den Zeitaufwand gemessen. Jeweils für einen typischen Auftrag: Offerte, Ausführung, Rechnung.
In Summe: 72 Minuten vorher, 13 Minuten nachher. Pro Auftrag. Bei einem Betrieb mit 30 Aufträgen im Monat sind das 29,5 Stunden weniger Büroarbeit pro Monat. Oder anders gesagt: Fast eine volle Arbeitswoche, die frei wird für produktive Arbeit.
Der häufigste Grund, warum Betriebe den Schritt nicht machen: «Wir haben ja schon ein System.» Stimmt. Meistens eine Kombination aus Excel, Word, einer Zeiterfassungs-App und dem E-Banking. Jedes Teil funktioniert für sich. Aber die Verbindung dazwischen ist der Mensch. Und der Mensch macht Fehler, vergisst Dinge und hat besseres zu tun, als Daten von A nach B zu kopieren.
Der zweithäufigste Grund: «Die Umstellung dauert zu lang.» Berechtigte Sorge. Deshalb ist es wichtig, dass ein neues System bestehende Daten importieren kann (Kundenstamm, Artikelstamm, offene Aufträge) und dass die Einarbeitung kurz ist. Niemand will drei Wochen Schulung. Ein gutes System erklärt sich in einem Nachmittag.
Als Faustregel: Sobald du mehr als 15 Offerten pro Monat schreibst oder mehr als drei Mitarbeiter auf Baustellen hast, lohnt sich ein durchgängiges System. Unter dieser Schwelle kannst du mit Excel und Papier überleben. Darüber wird es zunehmend teurer, es nicht zu tun.
Die Rechnung ist einfach: Wenn du pro Auftrag eine Stunde Büroarbeit sparst und bei 30 Aufträgen im Monat bist, sparst du 30 Stunden. Bei einem internen Stundenansatz (oder Opportunitätskosten) von CHF 85 sind das CHF 2'550 pro Monat. Software-Kosten liegen bei CHF 100-300 pro Monat. Die Investition rechnet sich ab dem ersten Monat.
Der Workflow Offerte bis Rechnung muss keine Baustelle sein. Vier Schritte, ein System, keine Medienbrüche. Was früher einen ganzen Abend im Büro gekostet hat, erledigt sich in Minuten. Die eingesparte Zeit gehört dir.
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